Der Ela Trek ist eine viertägige Rundtour von 45 km, die den Piz Ela im Herzen des Parc Ela – dem grössten Naturpark der Schweiz im Kanton Graubünden – umrundet. Die Route beginnt und endet in Bergün, einem malerischen Dorf an der berühmten Rhätischen Bahn, sodass keine Shuttles nötig sind – die ganze Mehrtageswanderung verläuft als geschlossene Schleife zurück zum Ausgangspunkt.
Der Charakter der Tour ist typisch für Hochgebirgsdurchquerungen in Graubünden: Alpenwiesen wechseln mit Weiden und Felspartien unter Piz Ela ab. Der Trek führt nicht über eine Ferrata – es ist klassische Hochgebirgstouristik ohne Drahtseilsicherung. Die Schwierigkeit wird als mittelmässig anspruchsvoll eingestuft – die Route ist für Bergwanderer mit Mehrtageserfahrung und guter Kondition geeignet, nicht für absolute Anfänger, aber auch nicht für Bergsteiger, die Spezialausrüstung brauchen.
Die erste Etappe führt von Bergün zur Alpkäserei Agroturissem Alp d'Err, wo die Tour um Piz Ela beginnt. Am zweiten Tag geht es zur Berghütte Chamonas d'Ela (CAS) – sie liegt direkt unter den Felswänden von Piz Ela und ist der Höhepunkt der Tour, weil sie den besten Blick auf das Massiv bietet. Die dritte Etappe führt über Alpenwiesen zur Agritourismus-Farm Sägässähenki im Bergdorf Jenisberg hinab. Am letzten, vierten Tag geht es zur Farm Aclas Dafora, von der aus man das Landwasserviadukt – eines der berühmtesten Eisenbahnviadukte der Rhätischen Bahn – sieht, bevor die Route wieder nach Bergün hinab führt, wo die Rundtour begann.
Die Route verbindet durch ihre Mischung aus Berghütten und Agritourismus-Farmen den typischen alpinen Hüttenstil mit Übernachtung auf einem Bauernhof, was dem Trek einen anderen Charakter als klassische Hüttendurchquerungen in den Hauptalpenmassiven gibt. Der Ela Trek ist für Wanderer geeignet, die bereits mindestens eine Mehrtageswanderung in den Bergen hinter sich haben und den Parc Ela abseits der grossen alpinen Trassen erleben möchten – die Region ist ruhiger als das benachbarte Engadin, bietet aber dennoch Ausblicke auf einen der markantesten Gipfel Graubündens. Die beste Zeit für diese Tour ist Sommer und Frühherbst, wenn die Hochgebirgsabschnitte schneefrei sind; die genauen Öffnungstermine der einzelnen Hütten und Farmen müssen aber immer direkt beim Betreiber erfragt werden.
Buchungen für die Übernachtungen erfolgen über das offizielle Reservierungssystem des Alpenvereins (SAC) oder direkt beim Betreiber der jeweiligen Agritourismus-Farm. Aufgrund der begrenzten Kapazität der Berghütten und Farmen im Parc Ela empfehlen wir, rechtzeitig zu reservieren, besonders für die Hütte Chamonas d'Ela, die der Haupthöhepunkt der Tour ist und in der Saison schnell ausgebucht ist.
Wähle das Startdatum — bei jeder Nacht auf der Route siehst du sofort die freien Betten und reservierst direkt über das offizielle System des Alpenvereins.