Küchenhilfen aus der Sidelenhütte und der Albert-Heim-Hütte wollten sich besuchen — und so bahnten sie sich zwischen Geröllhalden unter dem Furkapass die schnellste Linie von einer Schicht zur anderen. Heute nennt jeder im Furkagebiet diesen Weg Nepali Highway und er ist einer der fotogensten Abschnitte, die man in den Schweizer Granitbergen findet. Eine Autobahn? Keineswegs. Eher ein schmales Pfädchen, das sich an den Flanken des Chli Bielenhorns von Stein zu Stein windet.
Der Kern dieser Route ist kurz und süß. Den eigentlichen Nepali Highway von der Sidelenhütte (2708 m) zur Albert-Heim-Hütte SAC (2542 m) schaffst du in rund zwei Stunden, ohne großen Höhenzuwachs — nur 170 m hoch, 330 runter. Aber lass dich nicht einlullen. Die blau-weiß-blaue Markierung und die Einstufung T3+ sprechen eine klare Sprache: zwei kurze Passagen sind mit Stahlseilen gesichert und zweimal durchquerst du längere Geröllfelder, wo die Steine widerborstig wirken, auch wenn sie halten. Im Juni liegen dort noch Schneefelder und ein Pickel ist kein Ballast.
Wähle das Startdatum — bei jeder Nacht auf der Route siehst du sofort die freien Betten und reservierst direkt über das offizielle System des Alpenvereins.