🇦🇹Österreich · Totes Gebirge

Totes Gebirge Überschreitung

Mehrtägige Hütte-zu-Hütte-Tour über Alpenvereinshütten
Totes Gebirge Überschreitung
Mittel StreckentourKlettersteig
hut-reservation.org
35 km
Distanz
+2.500 m
Höhenmeter
3-4 Tage
Dauer
2
Hütten
Beste Zeit: Juli – September
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Über die Tour

Höchster Punkt
1.575 m
Hütten auf der Route
2 × Hütte
Gesicherte Passagen
Klettersteig K2-K3 · umgehbar
Beste Zeit
Juli – September

Die Tour im Überblick

Höhenprofil
↑ 3.158 m Aufstieg↓ 3.036 m Abstieg57,8 km2.063 m Gipfel
70014002100Priel-Schutzhaus · 1495 mPühringer-Hütte · 1575 m0 km12 km23 km35 km46 km58 km
Kurvenfarbe = Steigung (grün flach → rot steil). Punkte = Hütten. Route: © OpenStreetMap (ODbL), Höhen von mapy.com.
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1
Priel-Schutzhaus
Tag 1 · Übergang zur Priel-Schutzhaus
↔ 24.8 km↑ 1465 m↓ 1183 m◷ 11–12 h

Von Hinterstoder vorbei am smaragdgrünen Schiederweihersee unter die Nordwand der Spitzmauer zur Prielschutzhütte (1420 m). Die Hütte wird von der Sektion Alpenverein TK Linz betrieben, und direkt daneben führt der Priel-Klettersteig — nach Alpenverein-Angaben die längste Via ferrata Österreichs (Schwierigkeit D).

2
Pühringer-Hütte
Tag 2 · Übergang zur Pühringer-Hütte
↔ 10.8 km↑ 798 m↓ 575 m◷ 5–6 h

Königsetappe: Aufstieg auf den Großer Priel (2515 m), den höchsten Gipfel des Massivs mit rotem Kreuz, über gesicherte Seile. Dann hinab auf das Karstplateau — nackter weißer Kalk wie ein versteinertes Meer — zur rustikalen Pühringerhütte am See Elmsee.

3
Tag 3 · Übergang zur Albert Appel Haus
↔ 10.3 km↑ 451 m↓ 455 m◷ 4–5 h

Durchquerung des Plateaus zum Albert-Appel-Haus (1638 m) auf der Henaralm. Die Hütte wurde am 5. August 1928 eröffnet und trägt den Namen von Albert Appel (1871–1947), Gründer des damaligen Touristenverbands. Unterwegs passierst du die Seen Lahngangseen, wo du ins Wasser springen kannst.

Albert Appel Haus 1422 m
Talort · Übernachtung über Booking.com
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Abstieg ins Tal · Hinterstoder
Von der letzten Hütte steigst du ins Talort ab — Richtungsziel, Unterkunft unten.
Hinterstoder
Nach der Tour · Unterkunft
Erhol dich in Hinterstoder
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Was du mitnehmen solltest

Hüttenschlafsack
Hüttenschlafsack
Pflicht in der Hütte
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Trekkingschuhe
Trekkingschuhe
Knöchelhoch, Kat. B–C
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Regenjacke
Regenjacke
Hardshell, 3-lagig
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Rucksack 30–40 l
Rucksack 30–40 l
Mehrtägig, mit Regenhülle
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Trekkingstöcke
Trekkingstöcke
Faltbar
Bei Bergzeit ansehen →
Stirnlampe
Stirnlampe
Wiederaufladbar
Bei Bergzeit ansehen →
Klettersteigset
Klettersteigset
Falldämpfer + Karabiner
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Kletterhelm
Kletterhelm
Leicht, für Klettersteige
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Vor der Tour nützlich

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die Überschreitung des Totes Gebirge von Hinterstoder zum Grundlsee?+
Drei bis vier Tage. Die klassische Aufteilung sind vier Etappen mit Übernachtungen in der Prielschutzhütte, Pühringerhütte und Albert-Appel-Haus; wer Beine und Licht hat, schafft es in drei. Insgesamt etwa 35 km und um die 2500 Höhenmeter bergauf.
Wie schwierig ist die Überschreitung und ist eine Ferrata erforderlich?+
Schwierigkeitsgrad mittel, eine obligatorische Ferrata gibt es auf der Route nicht. Am anspruchsvollsten ist der Tag über den Großer Priel: Er hat gesicherte Passagen mit Stahlseilen und Exponierung. Das erfordert sicheren Tritt, Kondition und Kopfbeherrschung für steiles Gelände, aber kein Kletterkönnen.
Welche Hütten sind auf der Route?+
Prielschutzhütte (1420 m, Sektion Alpenverein TK Linz), Pühringerhütte am See Elmsee und Albert-Appel-Haus (1638 m) auf der Henaralm. Die letzte Nacht ist meist schon unten im Grundlsee.
Wie hoch ist der Großer Priel und wird der Gipfel erklommen?+
Der Großer Priel ist 2515 m hoch und der höchste Berg des ganzen Totes Gebirge, ultra-prominent mit rotem Kreuz auf dem Gipfel. Er liegt auf der Route und wird am zweiten Tag erklommen; der Schlussanstieg zum Gipfel ist mit Seilen gesichert.
Wann ist die beste Zeit?+
Die Hütten-Saison ist etwa Juni bis Oktober. Am sichersten ist Ende Juli bis September, wenn die Steine trocken sind und in den Rinnen der alte Schnee verschwindet. Auf dem Karstplateau ist Nebel eine tückische Orientierungsfalle.
Kann man unterwegs baden?+
Ja. Unterwegs zum Albert-Appel-Haus passierst du die Seen Lahngangseen, wo du ins kalte Wasser springen kannst, und am Ziel wartet der Grundlsee. Ein eiskaltes Bad nach einem Tag auf Stein — aber es lohnt sich.
Wie bucht man die Übernachtung in den Hütten?+
Betten in der Prielschutzhütte, Pühringerhütte und Albert-Appel-Haus solltest du im Voraus buchen — entweder über den Alpenverein oder direkt in den Hütten, besonders in der Hochsaison und am Wochenende. Die Mitgliedschaft im Alpenverein reduziert die Übernachtungskosten und versichert dich gegen Bergungskosten.
Warum heißt das Massiv Totes Gebirge, also Tote Berge?+
Wegen des kahlen, vegetationslosen Hochplateaus. Es ist ein riesiger Karst — Wasser verschwindet in den Untergrund, an der Oberfläche bleibt nur Stein. Der genaue Ursprung des Namens ist umstritten, aber das öde Plateau spricht für sich.
Was ist am Totes Gebirge geologisch interessant?+
Es ist einer der größten verkarsteten Massive Europas, etwa 300 km² Dachsteinkalk mit über 600 Höhlen. Hier liegt das Schönberg-Höhlensystem, das längste Höhlensystem der Ostalpen — 135 km Gänge und über 1000 m Tiefe.
Ist die Route für Anfänger geeignet?+
Eher nicht. 2500 Höhenmeter, gesicherte Passagen am Priel und wenig Unterstand am Plateau erfordern Kondition und Hochgebirgs-Erfahrung. Ideal für erfahrene Wanderer mit sicherem Tritt, nicht für die erste mehrtägige Trekkingtour im Leben.
Wer war Albert Appel, nach dem die Hütte benannt ist?+
Albert Appel (1871–1947) war Gründer und Präsident des damaligen Arbeiter-Touristenverbands, aus dem sich der österreichische Tourismusverband entwickelte. Die Hütte auf der Henaralm wurde am 5. August 1928 eröffnet und trägt seinen Namen.
Welche Ausrüstung ist erforderlich?+
Standard-Hochgebirgsausrüstung: feste Bergschuhe mit guter Sohle, Regenjacke, wärmende Schichten, ausreichend Wasser und Reserve für Wetterverschlechterung. Am Plateau gibt es kaum Unterstand vor Gewittern, also auf die Vorhersage achten.

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