Neben ihm die Frau, ringsum etwa sieben Kinder. So entstand der Watzmann, 2713 Meter hoch, Monarch der Berchtesgadener Alpen. Die Watzmann-Umrundung ist keine Besteigung des Gipfels, sondern eine Rundtour um das Massiv — 53 Kilometer und fast 4000 Höhenmeter. Der erste Tag zieht dich aus sechshundert Metern in die Alpenweiden zur Watzmannhaus (1930 m). Ein klassischer Aufstieg mit Balkon direkt unter der berühmten Watzmann-Ostwand — 1800 Meter senkrechter Fels, höchste Wand der Ostalpen.
Der zweite Tag erklimmt den Watzmann-Hocheck (2651 m) und fällt in den Wimbachgries. Hier werden die Berge verrückt. Einer der grössten Schuttkegel der Alpen — zehn Kilometer langer Strom zermahlenen Gesteins, stellenweise dreihundert Meter breit, praktisch ohne Vegetation und in ständiger Bewegung.
Der dritte Tag ist ein Meisterwerk. Über Sattel Trischübel und Hundstodsgatterl an der österreichischen Grenze zum Kärlingerhaus (1631 m) über dem See Funtensee. Dieser kleine See hält einen Rekord — am 24. Dezember 2001 mass man hier −45,9 °C. Die niedrigste Temperatur in der Geschichte Deutschlands.
Der vierte Tag ist Heimweg. Serpentinen der Saugasse, Wasserfall und dann Uferpfad am Königssee. Bei St. Bartholomä steigst du in ein stilles Elektroboot und gleitest zurück nach Schönau. Der Kreis schliesst sich dort, wo er begann.
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